S4-Ausbau: Welche Interessen vertritt Landrat Eichinger?

Das vergangene Woche veröffentlichte Positionspapier der Verbundlandkreise und -städte im MVV soll „Zukunftsperspektiven für den Schienenpersonennahverkehr“ aufzeigen. Für die S4 West wird hierin der zweigleisige Ausbau für 2040 und später vorgeschlagen – unterschrieben auch von Landrat Thomas Eichinger. „Noch schlechter hätte Landrat Eichinger die Interessen seines Landkreises Landsberg nicht vertreten können“, sagt Grüne-Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel. „Den Ausbau der Bahnstrecke von München-Pasing nach Fürstenfeldbruck auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, bedeutet für die vielen Bahnpendlerinnen und -pendler aus dem Landkreis Landsberg weiterhin jahrzehntelang Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen zu müssen. Mit seiner Unterschrift zementiert Thomas Eichinger, dass das S-Bahn- und geplante Express-Angebot nicht ausgebaut werden wird.

Auch Landratskandidatin Daniela Groß kann das Handeln von Landrat Eichinger nicht verstehen: „Thomas Eichinger hat mit seiner Unterschrift auf diesem Papier gezeigt, dass sein Herz nicht für den öffentlichen Personennahverkehr schlägt. Wenn er wirklich auf der Seite der Landsberger Bahnpendlerinnen und -pendler stehen würde, müsste er es zur Chefsache machen, dass dieser absolut notwendige Bahnausbau endlich in Angriff genommen wird.“