
Für die Schaffung von 3.000 Stellen an Bayerns Schulen hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für den Doppelhaushalt 2026/2027 einen Änderungsantrag eingebracht. Denn die Bayerische Staatsregierung hält an ihrem Stellenmoratorium fest – trotz der bereits im Dezember 2024 von den Landtags-Grünen geforderten Umsetzung des versprochenen Stellenzuwachses und zahlreicher Warnungen von Verbänden.
„Der Lehrkräftemangel ist auch an unseren Schulen im Landkreis Landsberger längst Realität”, sagt Gabriele Triebel, selbst Lehrerin, bildungspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen sowie stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag. „Auch hier vor Ort zeigt sich der Mangel in Unterrichtsausfällen und steigender Belastung für alle Beteiligten.“ Statt endlich entgegenzusteuern, verschlimmere die Staatsregierung durch den Einstellungsstopp die Situation zusätzlich, so die Abgeordnete. Schon heute fehlt an jedem Gymnasium mindestens eine Vollzeitkraft. „Mittel- und Förderschulen, bei denen der Bedarf am dringendsten ist, werden am meisten darunter leiden – das können wir nicht akzeptieren“, erklärt Triebel.
Das im Änderungsantrag geforderte Stellenpaket zielt darauf ab, die Unterrichtsversorgung in den kommenden Schuljahren langfristig und verlässlich abzusichern. „Uns liegt die Zukunft unserer Kinder am Herzen. Es braucht also nicht weniger, sondern mehr Lehrerinnen und Lehrer”, betont Bildungspolitikerin Gabriele Triebel. „Wir Grüne fordern daher 3.000 neue Lehrkräftestellen für den aktuellen Doppelhaushalt, davon allein knapp 2.000 für das laufende Jahr. Denn wenn Klassen größer werden und AGs und Wahlfächer unter den Tisch fallen, ist nicht nur ein lebendiges Schulleben in Gefahr. Wir entziehen den Kindern damit auch wichtige soziale und emotionale Entwicklungsmöglichkeiten.“
Zum Grundrecht auf Bildung sagt Abgeordnete Triebel: „Für uns vor Ort ist klar: Eine gute Unterrichtsversorgung ist die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Unsere Schulen im Landkreis brauchen Planungssicherheit und ausreichendes Personal – kein Stellenmoratorium.“